23. März 1993

Vor 25 Jahren begann der friedliche Abzug der GSSD von der Müritz

Messerschmitt Bf-109 G2 im Museum Rechlin
Es war ein kalter und windiger Frühlingstag. Mit dem ersten Tageslicht bereiten sich Bodenpersonal, Offiziere und Piloten auf den Abflug der vielen Jagdbomber des 19. Jagdbomberregimentes auf dem Flugfeld Lärz vor. Ab 8 Uhr füllte sich der Flugplatz zum großen Abschied. Hunderte Einwohner der umliegenden Gemeinden, Schulklassen mit Blumen und Geschenken, Ortsvertreter und Politiker - sie alle kamen, um Lebe wohl zu sagen.
 
Das geschäftige Treiben erinnerte an einen betriebsamen Ameisenhaufen und wie dort hatte auch auf dem Flugplatz alles seine Ordnung. Nach dem Antreten der Mannschaften, Offiziere und Piloten vor der gewaltigen Kulisse der Jagdbomber vom Typ MIG 24 und MIG 27 wurde nach den Abschiedsreden russischer und deutscher Verantwortlicher die Regimentsfahne mit allen Ehren eingeholt. Kinder überreichten Geschenke und Blumen an die Piloten und den Divisionsstab. Auch kam es zu sehr persönlichen Abschieden unter neu gewonnenen Freunden zwischen Einheimischen und Angehörigen der damaligen Sowjetunion. Möglich wurde dies erst mit der Wahl Michael Gorbatschows zum Präsidenten und der so viel beschrieben "Glasnost", die ein "Miteinander" statt des "Nebeneinander" -Lebens ermöglichte. Einige Piloten und Offiziere spielten seitdem in deutschen Sportvereinen mit, Familien kamen sich näher und wurden zu Freunden.
 
48 Jahre GSSD-Stationierung in Rechlin und Lärz gingen am 23. März 1993 in die Geschichtsbücher ein. 25 Jahre sind seit dem Abzug nun schon wieder vergangen, als die Jagdbomber in Richtung Heimat in eine ungewisse Zukunft abhoben. Für viele Kinder und Jugendliche der russischen Familien bedeutete es aber auch vielleicht den Verlust der Heimat, denn sie wurden hier geboren und gingen hier in die russische Schule des Standortes. Anlässlich des 20-zigsten Jahrestages des Abzuges 2013 begrüßten Gemeinde und Museum mit Alexander Schukinski den damaligen Logistik-Verantwortlichen für den Abzug in Rechlin und weihten eine Gedenktafel an den Überresten der Mauer, die Rechlin teilte, ein. In unserem Luftfahrttechnischen Museum Rechlin bewahren und erzählen wir die Geschichte der GSSD Stationierung in Rechlin und Lärz. Für viele kamen sie damals 1945 als Besetzer, für nicht wenige gingen sie 1993 als Freunde.

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Öffungszeiten
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täglich 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
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Fr bis Mo 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Februar bis März
Mo bis Do 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung. Gruppenführungen führen wir nach Anmeldung durch.
Hunde dürfen ins Museum.

Erwachsene (ab 16) 8,- €
Kinder 3,- €
Familie
(2 Erwachsene, 2 – 5 Kinder) 20,- €
Schwerbehinderte 5,- €
Hund 1,- €
Gruppen (ab 10 Personen)
Erwachsene 7,- €
Führungen 40,- €